Buchcover Samweber
Berlin 2020
Klappenbroschur
104 Seiten
Mit versch. Abbildungen, dem Faximile „Den Berliner Freunden“, sowie Aufzeichnungen und Erinnerungen von Reinhard Wegener, Reinhart Schade, Ernst Lippold, Dr. Ilse Jahn, Gerhard Schwarz.
ISBN 978-3-942754-69-9
12,00 

Manfred Kannenberg-Rentschler

Helferin in der Not

Die Lebenspilgerschaft der Anna Samweber (1884–1969)

Neuerscheinung März 2020 !!

Buchpremiere 14.3. 16 Uhr in Leipzig im Haus der Demokratie
Achtung: Trotz Absage der Leipziger Buchmesse wegen des Coronavirus
wird dieser Termin stattfinden!!

Mit einem Geleitwort von Thomas Keil

Das Buch zeichnet das abenteuerliche Leben Anna Samwebers nach, deren Lebensweg, als Erzieherin, Dolmetscherin, Haushälterin – Kosmopolitin im weitesten Sinne – von München, über Odessa, Wien bis nach Berlin führt, wo sie ab 1915 eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen Rudolf Steiners und der anthroposophischen Bewegung wird.

Ihre Lebenspilgereises enen Zugangs zur geistigen Welt: als Wächterin, Türhüterin, Blumenschmückerin, Bewahrerin, und vor allem einer Helferin in der Not. Ihre Begabung mit dem zweiten Gesicht läßt sie im Voraus den Brand des Ersten Goetheanums, die Ermordung Carl Ungers und die Vernichtung Berlins im Zweiten Weltkrieg erleben. In diesem Zusammenhang fragt sie am 9. November 1923 Rudolf Steiner nach einer Wegzehrung für schwere Zeiten. Er bejaht das und gibt ihr am Tag darauf in Dornach, in der »Schreinerei«, wo sich auch die Nachricht vom Hitler-Ludendorff-Putsch in München verbreitet, den Meditationsspruch »Den Berliner Freunden«. Steiner: »Wenn diese Herren in Deutschland an die Macht kommen, kann mein Fuß deutschen Boden nicht mehr betreten.« Steiners Bitte folgend fährt sie sofort nach Berlin zurück, um die Wohnung in der Motzstr. 17 aufzulösen, die zwanzig Jahre lang seine Hauptwirkungsstätte war.

Samweber lebt nach dem Bau der Berliner Mauer bis 1968 im Ostteil der Stadt und stirbt 1969 während einer Sommerfrische bei Freunden in Berlin- Frohnau.

»Wirklich, sie war unser aller Freundin! Wie sie vor Größten und Großen gestanden hat, so war ihr keiner zu klein, ihm zu berichten und mitzuteilen, was sie an Großem erlebt hatte. Sie hatte das michaelische Herzensauge durch jeden hindurch mit Ehrfurcht zu sehen, was an mehr hinter dem stand, was in Erscheinung trat. Interesse und Verständnis erfüllten sie mit der Möglichkeit jeden mit seinen Fehlern zu lieben.«   Gerhard Schwarz

 

 

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