Manfred Kannenberg-Rentschler

Helferin in der Not

Die Lebenspilgerschaft der Anna Samweber (1884–1969)

Neuerscheinung März 2020

Das Buch zeichnet das abenteuerliche Leben Anna Samwebers nach, deren Lebensweg, als Erzieherin, Dolmetscherin, Haushälterin – Kosmopolitin im weitesten Sinne – von München, über Odessa, Wien bis nach Berlin führt, wo sie ab 1915 eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen Rudolf Steiners und der anthroposophischen Bewegung wird.
Ihre Lebenspilgereises enen Zugangs zur geistigen Welt: als Wächterin, Türhüterin, Blumenschmückerin, Bewahrerin, und vor allem einer Helferin in der Not. Ihre Begabung mit dem zweiten Gesicht läßt sie im Voraus den Brand des Ersten Goetheanums, die Ermordung Carl Ungers und die Vernichtung Berlins im Zweiten Weltkrieg erleben. In diesem Zusammenhang fragt sie am 9. November 1923 Rudolf Steiner nach einer Wegzehrung für schwere Zeiten. Er bejaht das und gibt ihr am Tag darauf in Dornach, in der »Schreinerei«, wo sich auch die Nachricht vom Hitler-Ludendorff-Putsch in München verbreitet, den Meditationsspruch »Den Berliner Freunden«. Steiner: »Wenn diese Herren in Deutschland an die Macht kommen, kann mein Fuß deutschen Boden nicht mehr betreten.« Steiners Bitte folgend fährt sie sofort nach Berlin zurück, um die Wohnung in der Motzstr. 17 aufzulösen, die zwanzig Jahre lang seine Hauptwirkungsstätte war.

Samweber lebt nach dem Bau der Berliner Mauer bis 1968 im Ostteil der Stadt und stirbt 1969 während einer Sommerfrische bei Freunden in Berlin- Frohnau.

2020
978-3-942754-69-9
12,00 

Manfred Kannenberg-Rentschler

Christian Morgensterns Weg der Verwandlung des Politischen

Mit einem Geleitwort von Johannes Lenz

Dieses Büchlein offenbart einen Morgenstern, der sich zeitlebens leidenschaftlich um das öffentliche Wohl und Wehe kümmert. Und obwohl er, bedingt durch seine lebenslange damals unheilbare Lungenkrankheit, niemals ein politisches Amt oder Mandat bekleidete, denkt er das Politische der Zukunft, als unser sozial gerichtetes Wollen, ganz neu. So bringt er die verfasste Autonomie des geistigen und kulturellen Lebens unseres Gemeinwesens als ein Fundament künftiger Gesellschaftsordnung mit auf den Weg.

Als er am Vorabend der Weltkriegskatastrophe stirbt, ist er durch seine große Nähe zu Margareta Morgenstern und Michael Bauer bereits Teil der aufkommenden Bewegung für die Entstaatlichung des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens Mitteleuropas. Der Autor dieser Schrift findet in zahlreichen Briefen, Tagebucheintragungen, Epigrammen, kritischen Schriften und Zeitschriftenbeiträgen die Belege für Christian Morgensterns geistige Kraft zur Verwandlung des Politischen.

2014
978-3-942754-16-3
9,80 

Manfred Kannenberg-Rentschler

Rudolf Steiner in Berlin

Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 – Einträge in die Zukunft

Rudolf Steiner in den geistigen Zeitströmungen des künstlerischen, literarischen und philosophischen Berlins und der sozialen Frage: Lehrer an der Arbeiterbildungsschule, Zusammenwirken mit den „Friedrichshagenern“, Giordano Bruno-Bund, Freie Hochschule, Volksbühne. Steiner als Buchautor und sein geisteswissenschaftliches Vermächtnis. Seine Lebensbegegnungen und Schülerschaften. Die Weltkriegskatastrophe und der Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus. Gegnerschaft und Vertreibung aus Berlin. Epilog: Berlin wird Herzstadt. Vom Fortwirken der Impulse. ...

2011
978-3-03769-028-4
10,00